Bauleiterschule

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In der Bauleiterschule werden den Teilnehmenden die nötigen Fachkenntnisse für die Tätigkeit des Bauleiters vermittelt. Die Kurse bereiten sie auf die Höhere Bauleiter-Fachprüfung vor. Sie sind rechtlich nicht vorgeschrieben, werden aber dringend als Vorbereitung empfohlen.

 

Expertise durch die Bauleiterschule und Organisation der Ausbildung
Die Verantwortlichkeiten und Kompetenzen eines Bauleiters im Hoch- oder Tiefbau sind sehr hoch. Sie erfordern tiefe Kenntnisse des Bauwesens, die in den Kursen vermittelt werden. Zu den Kursen gibt es entsprechende Unterlagen, das Fachwissen ist in einem vorgegebenen wöchentlichen Lernpensum gut aufzunehmen. Der schulische Vorbereitungskurs auf die Prüfung bereitet den Stoff ausgezeichnet auf und enthält auch Testaufgaben, die denen in der Prüfung ähneln. Wenn die Möglichkeit besteht, sollten sich Teilnehmende mit früheren Absolventen dieser vorbereitenden Ausbildung unterhalten, die möglicherweise im beruflichen Umfeld zu finden sind. Die Weiterbildung zum Bauleiter HFP kann auch berufsbegleitend stattfinden. Teilnehmende können sich den Kurs so organisieren, wie es am ehesten ihren persönlichen Vorstellungen und ihrem Zeitkontingent entspricht. Die berufsbegleitende Variante des Lehrgangs wird am häufigsten gewählt. Sie kann auch bedeuten, dass der Beruf nicht zu 100 % in Vollzeit ausgeübt wird, weil das Lernpensum sehr hoch ist. Überstunden können die Teilnehmenden erst recht nicht mehr leisten. Falls diese vorher zu ihrem Berufsalltag gehört hatten, sind entsprechende finanzielle Einschränkungen einzuplanen. Der Lernstoff steht in Teilen online zur Verfügung, Präsenzveranstaltungen finden je nach Art der gewählten Kursdurchführung ein- bis zweimal wöchentlich statt. Zum Teil können diese Präsenzveranstaltungen ausschließlich am Samstag stattfinden, was Berufstätigen in Vollzeit sehr entgegenkommt. Darüber hinaus gibt es Blockveranstaltungen. So könnte ein Kurs von 18 Monaten auf rund 10 Blockseminare aufgeteilt werden, die gut zu den verfügbaren Ferientagen passen. Die Teilnehmenden können dadurch – bis auf Überstunden – weiter ihr volles Gehalt beziehen, nur auf die Ferien müssen sie verzichten.

Wie verläuft der Ausbildungsweg zum Bauleiter?
Nach einer Berufsausbildung im verwandten Fachbereich sowie mindestens fünf Jahren Berufserfahrung, welche die Planung und teilweise Aufgaben der Bauleitung im Hoch- oder Tiefbau einschließt, folgt die Höhere Fachprüfung (HFP) zum Bauleiter Hoch- oder Tiefbau. Auf diese Fachprüfung bereitet der Lehrgang vor. Mit dem Bestehen der Prüfung erhalten die Teilnehmenden das eidgenössisch anerkannte Diplom. Die Kursangebote beziehen sich entweder auf Hoch- oder auf Tiefbau. Die zertifizierten Bauleiter übernehmen die Verantwortung für Hoch- oder Tiefbauprojekte, also für die Errichtung von Gebäuden, Brücken, Straßen, Tunneln und ähnlichen Bauten. Sie treffen die Entscheidungen für das Projekt und setzen die Planungen um. Hierzu gehört viel Fachwissen, das im Lehrgang vermittelt wird. Zusätzlich benötigen Bauleiter ein gewisses Organisationstalent, Führungsqualitäten und Belastbarkeit. Die Ausbildung zum Hoch- oder Tiefbauleiter kann zu einem Diplom führen.

Bauleiterschule: Ausbildungsinhalte
Die Ausbildungsinhalte umfassen fachspezifisches Wissen wie Statik und Werkstoffkunde, zudem orientieren sie sich an den Fachaufgaben eines Bauleiters. Dieser ist für die Planung, Vor- und Nachbereitung sowie Durchführung von Bauprojekten verantwortlich. Er achtet auf die Einhaltung der architektonischen Vorgaben und der behördlichen Auflagen, die sich aus der Baugenehmigung und dem Baurecht ergeben. Hinzu kommt die Umsetzung von Kosten- und Zeitbudgets. Konkrete Aufgaben, deren Durchführung im Lehrgang vermittelt wird, sind unter anderem:

  • Ausarbeitung und Koordination von Abläufen auf der Baustelle
  • Organisation der Beschaffung von Baumaterialien
  • Rekrutierung von Personal und Subunternehmern inklusive der nötigen Ausschreibungen und der Einholung von Kostenvoranschlägen
  • Disposition von Baumaschinen, Geräten und Bauhilfsstoffen
  • Erstellung des Bauzeitplans
  • Verhandlungen und Terminabsprachen mit Lieferanten, dem Bauherrn, Subunternehmern, der Gewerbeaufsicht und Berufsgenossenschaften
  • Überwachung der Bauarbeiten, Qualitätskontrolle, Überwachung der Zeit- und Kostenpläne
  • Beauftragung der nötigen Vermessungsarbeiten
  • Einweisung von Mitarbeitenden gemeinsam mit dem Polier und Vorarbeitern
  • Abnahme von Lieferungen und Leistungen
  • Kostenkontrolle und Rechnungsprüfung
  • Führen des Bautagebuchs entsprechend der gesetzlichen Normen

Auch Rechtsvorschriften, Arbeits- und Gesundheitsschutz gehören zu den Ausbildungsinhalten. Ein Bauleiter ist für das Wohlergehen seiner Mitarbeitenden und die Sicherheit auf der Baustelle verantwortlich. Nach dem Abschluss der Bauarbeiten sorgt er für die Übergabe des Bauwerks. Dabei ist er verpflichtet, festgestellte Mängel zu protokollieren und Nachbesserungen – wenn nötig – zu veranlassen. Nicht zuletzt ist seine Budgetverantwortung sehr hoch.

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